Rotlichtviertel Antwerpen: Geschichte, Sicherheit & Tipps für Touristen 2026

Von · Gründer & Travel-Buddy-Experte

Antwerpen, eine Stadt voller Geschichte, Kunst und Diamanten, birgt auch verborgene Facetten, die von ihrer komplexen sozialen und urbanen Entwicklung zeugen. Eines dieser Gebiete ist das sogenannte Rotlichtviertel, ein Stadtteil, der seit Jahrhunderten ein Zentrum für Vergnügen und Nachtleben ist. Für viele Reisende ist das Rotlichtviertel ein Schmelztiegel aus historischer Faszination, urbaner Realität und einem Hauch des Verbotenen, der Neugier weckt – oft jedoch geprägt von vielen Missverständnissen und Vorurteilen.

Diese Langform-Anleitung, speziell für "urlaubspartner.net" (Travel Buddy Community) Reisende konzipiert, beleuchtet das Rotlichtviertel Antwerpens aus einer rein kulturellen, historischen und sicherheitsrelevanten Perspektive. Wir tauchen ein in die Ursprünge dieses Viertels, seine Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte und werfen einen Blick auf das, was Besucher heute erwarten können, wenn sie durch die Straßen schlendern. Ziel ist es, eine informierte und respektvolle Annäherung an einen Stadtteil zu ermöglichen, der fest in Antwerpens Identität verankert ist.

Ob Sie Antwerpen alleine erkunden oder mit einem Travel Buddy aus der urlaubspartner.net Community unterwegs sind, das Verständnis der lokalen Gegebenheiten ist entscheidend für ein bereicherndes Reiseerlebnis. Dieser Leitfaden soll nicht nur über die Geschichte und Gegenwart des Viertels aufklären, sondern auch praktische Tipps für Sicherheit und Etikette geben. Es geht darum, Transparenz zu schaffen und Mythen zu entlarven, um eine fundierte und sichere Erkundung zu ermöglichen, abseits von Klischees und Vorurteilen.

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Die historischen Wurzeln des Rotlichtviertels in Antwerpen

Die Geschichte des Rotlichtviertels in Antwerpen ist untrennbar mit der Entwicklung der Stadt als bedeutende Hafen- und Handelsmetropole verbunden. Seit dem Mittelalter war Antwerpen ein Knotenpunkt für den internationalen Handel, was eine stetige Zuwanderung und eine florierende Schifffahrt mit sich brachte. Wo Matrosen, Kaufleute und Reisende zusammenkamen, entstand traditionell auch ein Bedarf an Unterhaltung und Vergnügen. Die Anfänge des Viertels lassen sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, als die Stadt ihre "Goldene Zeit" erlebte. Damals konzentrierten sich Tavernen und Herbergen, die auch Prostitution anboten, oft in der Nähe der Hafenanlagen.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese Zonen des Vergnügens immer wieder verschoben und angepasst, oft beeinflusst von städtischen Regulierungen und sozialen Veränderungen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert, mit dem Ausbau des Hafens und der Zunahme des Seeverkehrs, konsolidierte sich das Viertel weiter. Es war ein Ort, an dem unterschiedliche soziale Schichten aufeinandertrafen und an dem das Leben oft rau, aber auch lebendig war. Die Nähe zum Hauptbahnhof und zum Hafen war dabei stets ein prägendes Merkmal. Die architektonische Struktur vieler Gebäude in diesem Bereich zeugt noch heute von ihrer ursprünglichen Funktion als Gasthäuser oder kleine Herbergen, die im Laufe der Zeit für die Zwecke der Prostitution umfunktioniert wurden. Diese Geschichte macht das Viertel zu einem spannenden Beispiel städtischer Entwicklung und des Umgangs mit "moralischen" Fragen über die Jahrhunderte.

Lage und geografische Abgrenzung des Rotlichtviertels

Das Antwerpener Rotlichtviertel, lokal oft als 'Schipperskwartier' (Seemannsviertel) oder 'Het Eilandje' bezeichnet, erstreckt sich hauptsächlich nordöstlich des Hauptbahnhofs und östlich des Scheldekais. Die zentralen Achsen des Viertels bilden Straßen wie die Verversrui, die Vingerlingstraat und die Leguit. Es ist ein relativ kompaktes Gebiet, das sich gut zu Fuß erkunden lässt und dessen Grenzen oft fließend, aber erkennbar sind. Im Süden grenzt es an die belebteren Einkaufsstraßen und das Diamantenviertel, während es im Westen an den alten Hafen und das immer beliebter werdende Viertel 'Het Eilandje' mit seinem markanten Museum aan de Stroom (MAS) anschließt.

Historisch bedingt liegt das Viertel in unmittelbarer Nähe zum Handel und zum Anlegeplatz der Schiffe, da die Zielgruppe der Seeleute und Handelsreisenden schnell erreicht werden sollte. Prägnante Orientierungspunkte am Rande oder innerhalb des Viertels sind die Sint-Pauluskerk, eine beeindruckende Barockkirche, die eine Oase der Ruhe inmitten des oft geschäftigen Treibens darstellt. Auch die unmittelbare Nähe zum Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal, einem architektonischen Meisterwerk, zeigt die strategische Lage des Viertels. Besucher, die vom Bahnhof kommen, finden sich oft schnell in der Nähe der Ränder dieser Gegend wieder. Es ist wichtig zu wissen, dass die Ausdehnung klar definiert ist und sich nicht über die gesamte Innenstadt erstreckt, was eine gezielte Erkundung oder Umgehung ermöglicht.

  • Museum aan de Stroom (MAS)

    4.6
    📍 Hanzestedenplaats 1, Antwerpen· €€

    Ein architektonisch beeindruckendes Museum am Hafen, das die Geschichte Antwerpens und seiner Verbindung zur Welt erzählt. Bietet eine fantastische Aussicht von der Dachterrasse.

  • Sint-Pauluskerk

    4.6
    📍 Sint-Paulusstraat 20, Antwerpen·

    Eine prachtvolle Barockkirche, die für ihre Kunstschätze, darunter Werke von Rubens und Van Dyck, bekannt ist und einen Kontrast zur Umgebung bildet.

  • Antwerpen-Centraal station

    4.8
    📍 Koningin Astridplein 27, Antwerpen·

    Einer der schönsten Bahnhöfe der Welt, ein beeindruckendes architektonisches Meisterwerk, auch bekannt als Eisenbahnkathedrale, nahe dem Viertel gelegen.

Ein Spaziergang durch das Viertel: Eindrücke und Atmosphäre

Beim Spaziergang durch das Antwerpener Rotlichtviertel, insbesondere entlang der Verversrui und Vingerlingstraat, werden Besucher schnell die besondere Atmosphäre wahrnehmen. Anders als viele andere touristische Viertel ist es hier tagsüber oft auffallend ruhig, fast verschlafen. Die Architektur ist typisch Antwerpenerisch, mit hohen, schmalen Häusern, oft im Stil des 17. bis 19. Jahrhunderts. Auffällig sind die vielen Schaufenster, die – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – ein charakteristisches rotes, violettes oder blaues Licht abgeben. Diese Neonbeleuchtung ist das prägendste Merkmal und verleiht dem Viertel bei Nacht eine einzigartige, fast filmische Ästhetik.

Die Straßen sind sauber und gepflegt, ein Zeichen dafür, dass die Stadtverwaltung auf ein ordentliches Erscheinungsbild Wert legt. Man sieht keine offenen Auslagen von Sexshops oder aufdringliche Werbung, sondern eher diskrete Eingänge. Neben den spezifischen Geschäften finden sich auch normale Wohnungen, kleine Cafés und sogar einige Galerien, die versuchen, ein anderes Publikum anzuziehen und das Viertel zu diversifizieren. Die Nähe zum trendigen 'Eilandje'-Viertel hat hier bereits spürbare Auswirkungen. Es gibt keine aggressiven Anmachen oder Belästigungen. Vielmehr herrscht eine gesittete, fast geschäftsmäßige Stimmung, die sich von den oft wilderen Rotlichtvierteln anderer europäischer Städte unterscheidet. Die Menschen, die man hier trifft, sind überwiegend Einheimische oder interessierte Reisende, die die historische und kulturelle Dimension des Ortes erkunden möchten. Während eines Spaziergangs kann man die Evolution eines Stadtteils spüren, der gleichermaßen von Tradition und Wandel geprägt ist.

Der rechtliche Rahmen und die lokale Perspektive

In Belgien und somit auch in Antwerpen ist Prostitution nicht explizit verboten, aber stark reguliert. Das bedeutet, dass sie unter bestimmten Bedingungen geduldet wird, solange sie nicht offen in der Öffentlichkeit stattfindet, keine Zwangsprostitution involviert ist und die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Die Betreiber der Fensterprostitution und der damit verbundenen Einrichtungen müssen Lizenzen besitzen und unterliegen regelmäßigen Kontrollen. Dies trägt dazu bei, ein gewisses Maß an Ordnung und Sicherheit in dem Viertel zu gewährleisten und die Kriminalität einzudämmen.

Die lokale Bevölkerung hat eine pragmatische Einstellung zu diesem Viertel. Es wird als ein Teil Antwerpens akzeptiert, der seine eigene historische Berechtigung hat. Es ist kein Geheimnis, aber auch kein Ort, den man aktiv bewirbt. Viele Antwerpener sind stolz auf die Vielfalt ihrer Stadt und sehen das Rotlichtviertel als ein historisches Relikt und eine funktionierende Nische im stadtsoziologischen Gefüge. Es gibt Bestrebungen, das Viertel aufzuwerten und die Kriminalität weiter zu reduzieren, beispielsweise durch Kameraüberwachung und verstärkte Polizeipräsenz. Ziel ist es, eine Balance zu finden zwischen der Duldung einer historisch gewachsenen Branche und der Schaffung eines sicheren und lebenswerten Umfelds für Anwohner und Besucher. Diese pragmatische Haltung unterscheidet sich oft von der emotionalen Debatte, die in anderen Ländern um dieses Thema geführt wird.

Warum das Viertel eine touristische Anziehungskraft besitzt

Abseits jeglicher Werbung für Dienstleistungen zieht das Antwerpener Rotlichtviertel Reisende aus mehreren Gründen an. Erstens ist es die Neugier auf die historische und soziokulturelle Dimension eines solchen Ortes. Viele Besucher möchten verstehen, wie solch ein Viertel in einer modernen europäischen Stadt existiert und sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Es ist ein Fenster in eine andere Facette des urbanen Lebens, die oft verborgen bleibt. Zweitens spielen auch die Architektur und die einzigartige Ästhetik, insbesondere bei Nacht durch die rötliche Beleuchtung, eine Rolle. Fotografen finden hier Motive von großer visueller Kraft.

Einige Reiseführer und auch lokale Tourismusinitiativen bieten sogar spezielle Stadtführungen an, die sich auf die Geschichte des Schipperskwartiers konzentrieren. Diese Führungen erklären die Ursprünge der Prostitution in den Hafenstädten, die sozialen Aspekte und die Veränderungen, die das Viertel im Laufe der Zeit durchgemacht hat. Solche Touren betonen explizit den historischen und kulturellen Kontext und vermeiden jegliche Anspielung auf die aktuellen Dienstleistungen. Es gibt auch keine Museen, die sich explizit mit Erotika oder Sexarbeit in Antwerpen befassen, doch die Nähe zum MAS und zum Zentrum erlaubt es Besuchern, das Viertel in einen breiteren historischen Kontext zu stellen. Die Faszination liegt also im Verständnis der Vergangenheit und der Beobachtung einer Parallelwelt, die zwar existiert, aber für den Tourismus vor allem als historisches Phänomen von Interesse ist. Mit einem Travel Buddy von urlaubspartner.net kann der gemeinsame Besuch einer solchen Führung eine aufschlussreiche Erfahrung sein.

Verhaltenstipps: Was Touristen tun und lassen sollten

Respekt ist das oberste Gebot beim Besuch des Antwerpener Rotlichtviertels. Das bedeutet vor allem, keine Fotos von den Menschen in den Fenstern oder auf der Straße zu machen. Dies wird als Belästigung empfunden und ist ein absolutes No-Go. Respektieren Sie die Privatsphäre der hier arbeitenden Personen und sehen Sie sie nicht als Touristenattraktion. Auch das Anstarren oder aufdringliche Verhalten ist zu unterlassen. Behandeln Sie die Menschen hier mit der gleichen Würde und dem gleichen Respekt, den Sie auch anderen Berufstätigen entgegenbringen würden.

Halten Sie sich an die Hauptstraßen und gehen Sie nicht in abgelegene Gassen, besonders nachts. Das Viertel ist sicher, aber wie in jeder Großstadt bergen abgelegene Ecken ein höheres Risiko für Diebstahl. Kaufen Sie keine Waren von fliegenden Händlern und lassen Sie sich nicht auf dubiose Angebote ein, die Ihnen gemacht werden könnten. Wenn Sie sich unwohl fühlen, verlassen Sie das Viertel. Es ist wichtig, immer ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel zur Hand zu haben, um bei Bedarf schnell wegfahren zu können. Ein ruhiger, respektvoller Spaziergang, der auf Beobachtung und Verständnis abzielt, ist die beste Art, diesen einzigartigen Teil Antwerpens zu erleben. Das Mitführen eines Travel Buddys, beispielsweise von urlaubspartner.net, kann das Gefühl der Sicherheit erhöhen und die Erfahrung teilen.

Sicherheitshinweise für Alleinreisende und Frauen

Für Alleinreisende, insbesondere Frauen, gelten im Antwerpener Rotlichtviertel die gleichen Sicherheitsregeln wie in jeder belebten Großstadt nach Einbruch der Dunkelheit, jedoch mit einigen zusätzlichen Besonderheiten. Bleiben Sie immer auf den gut beleuchteten und belebten Hauptstraßen wie der Verversrui und Vingerlingstraat. Vermeiden Sie abgelegene und schlecht beleuchtete Seitenstraßen, da hier das Risiko von Taschendiebstahl oder unangenehmen Begegnungen höher sein kann. Es gibt zwar keine bekannten "Scam Bars" im herkömmlichen Sinne, aber es ist immer ratsam, Getränke nur in etablierten Lokalen zu sich zu nehmen und persönliche Gegenstände gut zu sichern.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn Ihnen eine Situation oder eine Person unheimlich erscheint, gehen Sie einfach weiter. Es gibt keine Notwendigkeit zu verweilen, wenn Sie sich unwohl fühlen. Die Polizeipräsenz ist in der Regel diskret, aber vorhanden, um für Ordnung zu sorgen. Planen Sie Ihre Rückreise im Voraus: Wissen Sie, wo die nächste Tram- oder Bushaltestelle ist oder wie Sie ein Taxi rufen können. Generell ist Antwerpen eine sichere Stadt, aber in Vierteln mit einem hohen Besucheraufkommen – auch touristischen – ist immer erhöhte Wachsamkeit angebracht. Die besten Zeiten für eine Erkundung des Viertels sind die frühen Abendstunden, wenn die Lichter angehen, aber noch nicht das volle Nachtleben eingesetzt hat, oder tagsüber, wenn die Atmosphäre deutlich ruhiger ist.

Nahegelegene Restaurants, Bars und Cafés ohne Bezug zum Rotlichtviertel

Wenn Sie das Rotlichtviertel erkundet haben und eine Pause in einer "normalen" Umgebung suchen, bietet die unmittelbare Umgebung zahlreiche exzellente Optionen. Nur wenige Gehminuten entfernt, im aufstrebenden Viertel 'Het Eilandje', finden Sie eine Vielzahl von Restaurants und Cafés, die sich durch ihre moderne Küche und entspannte Atmosphäre auszeichnen. Das Restaurant 'Au Vieux Port' ist bekannt für seine authentische belgische Küche und Meeresfrüchte, während 'Napoli' eine solide Wahl für italienische Klassiker darstellt. Für einen Kaffee lohnt sich ein Besuch im 'Koffieklap', einem gemütlichen Café mit handgemachtem Gebäck.

Auch in Richtung des Stadtzentrums, jenseits der Hauptbahnhofs, gibt es eine Fülle von gastronomischen Angeboten. Das 'Frites Atelier' des berühmten Küchenchefs Sergio Herman ist eine gehobene Pommesbude und fast schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Für ein traditionelles belgisches Bier in einem historischen Ambiente empfiehlt sich ein Besuch im 'Kulminator', einer der besten Bierbars der Welt, etwas weiter südlich vom Bahnhof. Diese Orte bieten eine willkommene Abwechslung und ermöglichen es, die kulinarische Vielfalt Antwerpens zu genießen, ohne direkten Bezug zur spezifischen Thematik des Rotlichtviertels. Sie zeigen die Vielseitigkeit der Stadt und sind oft gut frequentierte Treffpunkte für Einheimische und Reisende.

  • Au Vieux Port

    4.1
    📍 Napelsstraat 130, Antwerpen· €€€

    Bekannt für frische Meeresfrüchte und traditionelle belgische Gerichte, beliebt bei Einheimischen, im Herzen des Eilandje-Viertels.

  • Napoli Antwerpen

    4.2
    📍 Lange Koepoortstraat 19, Antwerpen· €€

    Authentische italienische Pizza und Pasta in entspannter Atmosphäre, nah am Stadtzentrum gelegen.

  • Koffieklap

    4.5
    📍 Paardenmarkt 111, Antwerpen·

    Ein charmantes Café nahe dem Viertel, ideal für Kaffee und selbstgebackenen Kuchen in gemütlicher Umgebung.

  • Frites Atelier Antwerpen

    4.0
    📍 Koningin Astridplein 47, Antwerpen· €€

    Ein Gourmet-Pommes-Laden vom Starkoch Sergio Herman, bietet gehobene belgische Fritten mit speziellen Saucen.

  • Kulminator

    4.7
    📍 Vleminckveld 32, Antwerpen· €€

    Inoffiziell eine der besten Bierbars der Welt mit einer unglaublichen Auswahl an belgischen und internationalen Bieren in einer urigen Umgebung.

Empfohlene Rundgänge und historische Museen

Während es kein explizites 'Rotlicht-Museum' in Antwerpen gibt, bieten diverse Stadtführungen und Museen Kontext und Einblicke in die Geschichte, die mit dem Viertel eng verbunden ist. Das Museum aan de Stroom (MAS) ist hier an erster Stelle zu nennen: Es liegt am Rande des einstigen Seemannsviertels und seine Ausstellungen über die Geschichte Antwerpens als Hafenstadt, Handelspartner und Schmelztiegel der Kulturen liefern direkt relevante Informationen. Die Geschichte des Handels, der Seefahrt und der sozialen Schichten, die im MAS thematisiert wird, bildet den idealen Hintergrund zum Verständnis der Entstehung des Schipperskwartiers.

Einige private Anbieter und lokale Guides bieten auf Anfrage thematische Spaziergänge an, die sich mit der historischen Entwicklung des Antwerpener Hafens und den damit verbundenen Vierteln befassen. Diese konzentrieren sich oft auf die sozialen Aspekte und die Architektur, weniger auf die aktuelle Nutzung. Für Reisende von urlaubspartner.net, die gemeinsam mit einem Travel Buddy unterwegs sind, kann ein privater Guide eine ausgezeichnete Möglichkeit sein, maßgeschneiderte Informationen zu erhalten und spezifische Fragen zu stellen. Informieren Sie sich vorab über die Schwerpunkte der Touren, um sicherzustellen, dass diese Ihren Interessen entsprechen und den respektvollen, kulturell-historischen Ansatz verfolgen. Solche Führungen bieten eine sichere und informative Möglichkeit, das Viertel, seine Geschichte und seine Rolle in Antwerpen zu verstehen.

  • Museum aan de Stroom (MAS)

    4.6
    📍 Hanzestedenplaats 1, Antwerpen· €€

    Ein Muss für alle, die sich für die Geschichte Antwerpens, insbesondere als Hafenstadt, interessieren. Bietet relevante historische Kontexte zum Schipperskwartier.

  • Red Star Line Museum

    4.6
    📍 Montevideostraat 3, Antwerpen· €€

    Erzählt die Geschichte der Auswanderer, die von Antwerpen aus nach Amerika aufbrachen. Beleuchtet die Schifffahrtsgeschichte und das Leben am Hafen, was auch indirekt mit dem Viertel verbunden ist.

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Häufige Fragen

Was sind die Hauptstraßen des Antwerpener Rotlichtviertels und wie verhält man sich dort?
Die Hauptstraßen des Antwerpener Rotlichtviertels sind die Verversrui, die Vingerlingstraat und die Leguit. Als Tourist sollte man sich respektvoll verhalten, keine Fotos von den Personen in den Fenstern machen und stets auf den gut beleuchteten Hauptstraßen bleiben. Eine ruhige und beobachtende Haltung ist angemessen.
Ist das Rotlichtviertel in Antwerpen sicher für Touristen, besonders nachts?
Das Antwerpener Rotlichtviertel gilt im Allgemeinen als sicher, insbesondere auf den belebten Hauptstraßen. Wie in jeder Großstadt ist nachts jedoch erhöhte Vorsicht geboten. Bleiben Sie auf den gut beleuchteten Wegen und vermeiden Sie abgelegene Gassen. Taschendiebstahl kann vorkommen, daher sollten Wertsachen sicher verwahrt sein.
Gibt es geführte Touren durch das Rotlichtviertel, die die Geschichte beleuchten?
Ja, es gibt thematische Stadtführungen, die sich auf die historische Entwicklung des Antwerpener Hafenviertels und dessen soziale Geschichte konzentrieren. Diese Touren fokussieren auf den kulturellen und historischen Kontext und vermeiden jegliche Anspielung auf die aktuellen Dienstleistungen. Es empfiehlt sich, vorab Schwerpunkte und Anbieter zu prüfen.
Dürfen Touristen Fotos im Rotlichtviertel machen?
Nein, es ist absolut nicht gestattet, Fotos von Personen, insbesondere von den in den Schaufenstern arbeitenden Menschen, zu machen. Dies wird als extreme Respektlosigkeit und Belästigung empfunden. Generelle Fotos von Architektur oder der Neonbeleuchtung sind außerhalb der direkten Fensterzonen meist unproblematisch, solange keine Personen abgebildet werden.
Wie wird Prostitution in Antwerpen (Belgien) rechtlich behandelt?
In Belgien ist Prostitution nicht illegal, unterliegt aber strengen Regulierungen. Sie ist in speziell dafür ausgewiesenen Zonen geduldet, sofern bestimmte Auflagen bezüglich Sicherheit, Gesundheit und Steuern eingehalten werden. Zwangsprostitution oder Belästigung sind selbstverständlich strengstens verboten und werden strafrechtlich verfolgt.
Welche architektonischen Merkmale sind typisch für das Viertel?
Das Viertel ist von den typischen Antwerpener Reihenhäusern geprägt, oft mit hohen und schmalen Fassaden aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Auffällig sind die vielen Schaufenster, die nach Einbruch der Dunkelheit in charakteristischem Rot, Violett oder Blau beleuchtet werden. Dies verleiht dem Viertel bei Nacht eine einzigartige visuelle Ästhetik.
Gibt es nahegelegene Sehenswürdigkeiten oder Museen, die man besuchen kann?
Ja, das Museum aan de Stroom (MAS) liegt am Rande des Viertels und bietet faszinierende Einblicke in Antwerpens Geschichte als Hafenstadt. Auch die beeindruckende Barockkirche Sint-Pauluskerk befindet sich in unmittelbarer Nähe und ist eine kulturelle Oase. Der Hauptbahnhof Antwerpen-Centraal ist ebenfalls nicht weit entfernt.
Wie verhält sich die Polizeipräsenz im Viertel?
Die Polizeipräsenz im Viertel ist diskret, aber vorhanden, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen und die öffentliche Ordnung zu gewährleisten. Es handelt sich um eine kontrollierte Zone, in der Sicherheit und Ruhe für Anwohner und Besucher großgeschrieben werden. Bei Problemen sollte man sich an die Polizei wenden.
Ist es angemessen, Kinder durch das Rotlichtviertel zu führen?
Obwohl das Viertel tagsüber oft ruhig und weniger offensichtlich ist, ist es aufgrund der Natur der Dienstleistungen und der nächtlichen Atmosphäre in der Regel nicht als kinderfreundlicher Ort anzusehen. Für einen kulturell-historischen Spaziergang mit älteren Jugendlichen in Begleitung Erwachsener könnte es im Kontext einer Aufklärung tolerierbar sein, aber die Entscheidung liegt bei den Eltern.
Welche anderen Viertel in Antwerpen bieten gute Möglichkeiten für das Nachtleben abseits des Rotlichtviertels?
Antwerpen hat viele Viertel mit lebhaftem Nightlife. Das Viertel 'Het Eilandje' bietet trendige Bars und Restaurants. Die 'Dageraadplaats' und 'Zurenborg' sind bekannt für gemütliche Cafés und Brasserien. Die Umgebung des Antwerpener Hauptmarktes ('Grote Markt') sowie das 'Meir'-Viertel bieten ebenfalls traditionelle Pubs und moderne Bars.