Rotlichtviertel Salvador: Geschichte, Sicherheit & Tipps für Touristen 2026
Salvador da Bahia, eine Stadt voller Kontraste, lebendiger Kultur und tief verwurzelter Geschichte, zieht Reisende aus aller Welt an. Bekannt für seinen Karneval, seine afro-brasilianischen Traditionen und seine atemberaubende Architektur, bietet Salvador auch ein pulsierendes Nachtleben, das viele Facetten hat. Für Solo-Reisende, die auf urlaubspartner.net nach Gleichgesinnten suchen, oder alle, die die Stadt aus einer kulturellen und historischen Perspektive erkunden möchten, ist es wichtig, ein umfassendes Verständnis der verschiedenen Viertel und ihrer Besonderheiten zu entwickeln.
Dieser Guide beleuchtet einen Aspekt des urbanen Gefüges von Salvador, der oft Fragen aufwirft und von vielen Missverständnissen umgeben ist: die Gebiete, die umgangssprachlich als Rotlichtviertel bekannt sind. Wir tauchen tief in die Geschichte dieser Zonen ein, untersuchen ihre Entwicklung und ihren Platz in der modernen Stadtlandschaft Salvadors. Es geht nicht darum, diese Orte zu bewerben, sondern darum, ein informatives und respektvolles Bild zu zeichnen, das Touristen darauf vorbereitet, was sie erwarten können, und wie sie sich sicher und bewusst durch diese komplexen Räume bewegen können.
Unser Ziel ist es, Licht in einen oft tabuisierten Bereich zu bringen, ihn in seinen historischen und gesellschaftlichen Kontext zu stellen und gleichzeitig praktische Ratschläge für einen verantwortungsvollen Besuch zu geben. Ob Sie sich für die Architektur, die sozialen Dynamiken oder die Sicherheitsaspekte interessieren – dieser ausführliche Leitfaden soll Ihnen helfen, Salvador mit einem besseren Verständnis und erhöhter Sicherheit zu erleben. Insbesondere für Frauen und Solo-Reisende bietet er wichtige Hinweise, um potenzielle Risiken zu minimieren und eine unvergessliche, positive Erfahrung in dieser faszinierenden Stadt zu machen.
Salvador ist eine Stadt, die man am besten mit offenem Geist und wachen Augen erkundet. Mit einem Reisepartner von urlaubspartner.net lässt sich die Vielfalt der Stadt noch intensiver erleben und gemeinsam erkunden, von den historischen Stätten bis hin zu den belebtesten Vierteln bei Nacht.
Die historische Entwicklung der Vergnügungsviertel Salvadors
Die Geschichte der Vergnügungsviertel in Salvador ist eng mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt verbunden. Als wichtige Hafenstadt und erste Hauptstadt Brasiliens zog Salvador seit Jahrhunderten Menschen aus aller Welt an – Seeleute, Händler, Abenteurer. Mit ihnen kamen auch Bedürfnisse nach Unterhaltung und Vergnügen, die sich oft in Hafennähe konzentrierten. Bereits im 18. und 19. Jahrhundert gab es informelle Zentren, in denen sich Bars, Bordelle und Glücksspielorte ansiedelten, um der Nachfrage der männlichen Bevölkerung gerecht zu werden. Diese Lagen boten Anonymität und waren oft von der bürgerlichen Gesellschaft distanziert.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich bestimmte Viertel zu bekannten Anlaufstellen für das Nachtleben und die Erotikindustrie. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der Bereich um das Comércio-Viertel und weiter südlich in Richtung der Viertel wie das Dois de Julho und die unteren Teile des Pelourinho. Diese Gebiete waren strategisch günstig gelegen, nahe dem Hafen und den Hauptverkehrsadern der Stadt. Die Architektur spiegelt oft diese Geschichte wider: alte Kolonialgebäude, die einst Wohnhäuser oder Lagerhäuser waren, wurden zu Bars, Hotels oder anderen Vergnügungsstätten umfunktioniert. Die Geschichten dieser Viertel sind auch ein Spiegelbild der sozialen Ungleichheiten und der komplexen Geschichte der Geschlechterrollen in Brasilien.
Die Entwicklung war nicht immer linear; Phasen der Regulierung und Deregulierung, öffentlicher Widerstand und Toleranz prägten die Landschaft. Trotz gelegentlicher Bemühungen, diese Aktivitäten zu verdrängen, blieben sie bestehen, oft durch ihre Anpassungsfähigkeit und die konstante Nachfrage. Heute sind diese Viertel ein lebendiger, wenn auch oft kontroverser, Teil der städtischen Identität Salvadors. Ihre Geschichte ist ein faszinierendes Studienobjekt für jeden, der sich für die soziale Geographie und die kulturelle Entwicklung dieser einzigartigen Stadt interessiert.
Lokalisierung: Wo befinden sich die bekannten Zonen?
Die Hauptbereiche, die in Salvador oft mit dem Rotlichtmilieu in Verbindung gebracht werden, befinden sich primär in der Unterstadt (Cidade Baixa) und angrenzenden historischen Vierteln. Dazu gehören insbesondere Teile des Viertels Comércio, das sich entlang der Bucht Allerheiligen erstreckt, sowie Abschnitte von Dois de Julho und des tiefer gelegenen Pelourinho. Diese Gebiete sind historisch gewachsen, oft in der Nähe des Hafens, wo Seeleute und Arbeiter nach Feierabend Unterhaltung suchten. Landmarken wie der Lacerda-Aufzug (Elevador Lacerda) trennen symbolisch die Oberstadt (Cidade Alta) von der Unterstadt, wobei sich die genannten Zonen in der Unterstadt oder direkt am Übergang befinden.
Innerhalb des Comércio sind es vor allem kleinere Straßen und Gassen, die sich vom Hauptboulevard, der Avenida da França, abzweigen. Man erkennt sie oft an einer höheren Dichte von einfacheren Bars, Diskotheken und manchmal auch am Auftreten von Neonreklamen, die deutlich andere Dienste als typische Restaurants oder Geschäfte signalisieren. Das Viertel Dois de Julho, nordwestlich des historischen Zentrums und durch den Dique do Tororó begrenzt, hat ebenfalls eine lange Tradition als Ausgeh- und Vergnügungsviertel. Hier mischen sich traditionelle Handelsgeschäfte mit Bars und einigen Pensionen, die eher für Kurzzeitgäste ausgelegt sind.
Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Zonen keine strikt abgegrenzten Viertel im westlichen Sinne sind, sondern eher informelle Bereiche, die sich in etablierte Stadtteile integriert haben. Touristen, die den Pelourinho besuchen, werden möglicherweise schon in den Randbereichen der Unterstadt auf diese Atmosphäre aufmerksam. Ein Bewusstsein für die Umgebung ist hier besonders gefragt. Die Nähe zu historischen Sehenswürdigkeiten wie dem Mercado Modelo oder dem Fort de São Marcelo bedeutet, dass man diese Gegenden durchaus kreuzen kann, ohne direkt in sie eintauchen zu müssen.
Elevador Lacerda
★ 4.6📍 Praça Cairu, Comércio, SalvadorHistorischer Aufzug, der die Oberstadt mit der Unterstadt verbindet. Ein Muss für jeden Salvador-Besucher und ein guter Orientierungspunkt.
Mercado Modelo
★ 4.2📍 Praça Visconde de Cayru, Comércio, SalvadorBekannter Kunsthandwerksmarkt in der Unterstadt, direkt am Hafen. Hier kann man Souvenirs kaufen und lokale Küche genießen.
Atmosphäre & Eindrücke: Was Reisende vor Ort wirklich sehen
Ein Spaziergang durch die als Rotlichtviertel bekannten Bereiche in Salvador bietet einen Einblick in die pulsierende und oft widersprüchliche Realität der Stadt. Touristen, die diese Gegenden – oft zufällig auf dem Weg zu anderen Sehenswürdigkeiten oder beim abendlichen Ausflug – durchqueren, werden Zeugen einer einzigartigen Mischung aus Alltagsleben und speziellem Gewerbe. Tagsüber wirken viele dieser Straßen auf den ersten Blick wie normale, geschäftige Viertel der Unterstadt. Man sieht alte Kolonialgebäude, die oft in unterschiedlichem Zustand sind, kleine Geschäfte, Bäckereien und Bars, in denen Einheimische ihr Bier trinken. Die Architektur ist oft charmant, aber auch in die Jahre gekommen, mit sichtbaren Spuren der Zeit.
Erst gegen Abend und in der Nacht ändert sich die Atmosphäre spürbar. Neonlichter beginnen zu leuchten, Musik schallt aus den Bars, und die Straßen füllen sich mit Menschen. Die Geräuschkulisse wird lauter und lebhafter. Man sieht deutlich mehr Frauen und Männer, die auf den Straßen stehen und Kontakt suchen. Es ist eine offene und direkte Präsenz, die nicht zu übersehen ist. Die Vielfalt der Menschen ist groß: Einheimische, einige Touristen und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten sind hier zu finden. Die Stimmung kann von ausgelassen und feierlich bis hin zu etwas ernster und geschäftiger reichen.
Die Wahrnehmung für Touristen ist entscheidend: Es ist kein Ort des Horrors, sondern ein Bereich, der seine eigenen Regeln und Dynamiken hat. Man sieht keine expliziten Darstellungen, aber die Absicht hinter vielen Etablissements ist klar. Es gibt Bars mit Tanz, Musik und leicht bekleidetem Personal sowie Hotels, die Stunden- oder Kurzaufenthalte anbieten. Wichtig ist, dass es sich um eine kulturelle Erfahrung handelt, die man aus der Distanz beobachten kann – respektvoll und ohne zu stören. Die Nähe zu bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Mercado Modelo bedeutet, dass man diese Bereiche passieren kann, aber man sollte sich der Natur des Viertels bewusst sein und entsprechende Verhaltensweisen an den Tag legen.
Rechtliche Situation & gesellschaftliche Perspektive in Brasilien
In Brasilien ist Prostitution weder legal noch illegal im strengen Sinne; sie ist vielmehr deregulisiert. Das bedeutet, der Akt der Prostitution selbst ist nicht strafbar, solange er freiwillig erfolgt und zwischen einwilligenden Erwachsenen stattfindet. Allerdings sind Aktivitäten, die sich um die Prostitution herum ansammeln, wie die Förderung (Bordelle, Zuhälterei) oder der 'Betrieb' (Ausbeutung), illegal und werden strafrechtlich verfolgt. Dies führt zu einer komplexen Grauzone, in der das Gewerbe existiert, aber oft unter prekären Bedingungen und im Schatten des Gesetzes operiert. Diese rechtliche Unschärfe bedeutet, dass die Prostitution in Brasilien zwar sichtbar ist, aber nicht offiziell reguliert oder besteuert wird, was wiederum Schutzmechanismen erschwert.
Die gesellschaftliche Sichtweise auf diese Viertel und das damit verbundene Gewerbe in Salvador ist gespalten. Einerseits gibt es eine gewisse Toleranz, die historische Wurzeln in der liberalen Hafenkultur der Stadt hat. Viele Einheimische sehen diese Viertel als einen unvermeidlichen Teil des städtischen Gefüges, der einfach existiert. Andererseits gibt es auch starke moralische und religiöse Ablehnung, insbesondere von konservativeren Kreisen und religiösen Gemeinschaften. Es wird oft mit Kriminalität, Drogen und Ausbeutung in Verbindung gebracht, auch wenn dies nicht immer der Fall ist. Die Regierung bemüht sich gelegentlich, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu verbessern oder gegen Menschenhandel vorzugehen, was sich indirekt auf diese Zonen auswirkt.
Für viele Salvadorianer sind diese Viertel ein Ort, den man entweder meidet oder der einfach zum Alltag dazugehört, ohne besondere Beachtung geschenkt zu bekommen. Es ist selten ein Thema für offene Diskussionen, aber seine Existenz wird stillschweigend anerkannt. Touristen, die diese Gebiete frequentieren, werden sowohl von Einheimischen als auch von der Polizei eher mit einer Mischung aus Neugier und Misstrauen betrachtet. Ein tiefes Verständnis der lokalen sozialen Dynamiken ist essenziell, um die Komplexität dieser Situation zu erfassen und sich respektvoll zu verhalten.
Warum diese Viertel Touristen anziehen: Kultur, Geschichte & Nachtleben
Obwohl es sich um Bereiche handelt, die mit der Erotikindustrie verbunden sind, ziehen die 'Rotlichtviertel' in Salvador auch Touristen aus verschiedenen Gründen an, die über rein sexuelle Interessen hinausgehen. Ein Hauptgrund ist ihre tief verwurzelte Geschichte und kulturelle Bedeutung. Diese Viertel sind oft die ältesten Teile der Stadt, die die Entwicklung Salvadors als Hafenstadt und Schmelztiegel der Kulturen widerspiegeln. Architektonisch finden sich hier oft gut erhaltene, wenn auch manchmal marode, Kolonialgebäude, die Geschichten aus vergangenen Jahrhunderten erzählen. Für geschichtsinteressierte Reisende ist ein Spaziergang durch diese Gassen tagsüber ein Einblick in ein historisches Viertel jenseits der üblichen Touristenrouten.
Darüber hinaus bieten diese Zonen – insbesondere in den Randbereichen – ein authentisches brasilianisches Nachtleben, das nicht auf den Massentourismus zugeschnitten ist. Hier finden sich oft traditionelle Bars (botecos) mit Live-Musik, lokalen Snacks (petiscos) und einer ausgelassenen Stimmung. Viele dieser Orte sind Treffpunkte für Einheimische und bieten eine Gelegenheit, die lebendige Kultur Salvadors fernab der glänzenden Fassaden zu erleben. Manche schätzen auch die Möglichkeit, diese weniger polierten Facetten einer Stadt zu erleben, die eine realistische und ungeschminkte Perspektive vermitteln.
Für einige mag auch die Neugierde eine Rolle spielen: das Verlangen, einen Blick auf einen Teil der Gesellschaft zu werfen, der oft tabuisiert wird. Es gibt sogar geführte Touren, die sich bewusst mit der Geschichte der Prostitution oder des Nachtlebens in diesen Vierteln beschäftigen, nicht um Dienstleistungen zu vermitteln, sondern um soziale und historische Kontexte zu beleuchten (z.B. Touren, die sich mit der Sozialgeschichte des Comércio befassen). Diese Touren konzentrieren sich auf die geschichtsträchtigen Bars, versteckten Gassen und die Geschichten von Menschen, die diese Orte über Jahrhunderte geprägt haben. Sie bieten eine einzigartige Perspektive auf die urbanen Mythen und Realitäten Salvadors.
Sicherheitstipps für Solo-Reisende und Frauen
Die Sicherheit in den sensiblen Vierteln Salvadors, besonders nachts, erfordert erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht, insbesondere für Solo-Reisende und Frauen. Wichtig ist es, stets mit einem Bewusstsein für die Umgebung zu agieren. Vermeiden Sie es, nachts allein in schlecht beleuchteten oder menschenleeren Gassen unterwegs zu sein. Bleiben Sie möglichst auf gut frequentierten Hauptstraßen, die beleuchtet sind und wo andere Menschen unterwegs sind. Nutzen Sie in diesen Bereichen niemals Taxis oder Uber-Fahrzeuge, die nicht verifiziert sind; bestellen Sie Taxis über offizielle Apps oder lassen Sie sich von bewährten Hotels oder Restaurants rufen.
Taschendiebstahl ist in belebten Gegenden, auch in den Vergnügungsvierteln, ein häufiges Problem. Tragen Sie nur das Nötigste bei sich, lassen Sie wertvolle Gegenstände wie teuren Schmuck oder große Mengen Bargeld im Hotel. Eine Gürteltasche unter der Kleidung oder eine Brusttasche sind sicherer als eine Umhängetasche. Vermeiden Sie auffällige Gesten mit viel Bargeld oder teuren Smartphones. Misstrauen Sie Personen, die Sie unaufgefordert ansprechen und Ihnen 'Spezialangebote' machen wollen, da dies oft der Beginn eines Betrugs (Scam) sein kann. Sogenannte 'Bar-Scams', bei denen die Rechnung in exorbitante Höhen getrieben wird, sind ebenfalls eine Gefahr.
Für Frauen gilt zusätzlich: Vermeiden Sie Augenkontakt mit aufdringlichen Personen, gehen Sie selbstbewusst und zielstrebig. Falls Sie belästigt werden, machen Sie klar und deutlich, dass Sie kein Interesse haben, und gehen Sie weiter. Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten, falls Sie sich unsicher fühlen. Ein weiterer wichtiger Ratschlag ist der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum, um jederzeit Herr/Herrin der Lage zu bleiben. Mit einem Reisepartner von urlaubspartner.net lassen sich diese Bereiche sicherer erkunden, da die Präsenz einer Vertrauensperson oft abschreckend wirkt und man sich gegenseitig schützen kann.
Verhaltensregeln: Do's und Don'ts für Touristen
Der Besuch oder das Passieren der Vergnügungsviertel in Salvador erfordert spezifische Verhaltensregeln, um Respekt zu zeigen und eigene Sicherheit zu gewährleisten. Das Allerwichtigste ist Diskretion und Respekt gegenüber den Menschen, die dort arbeiten oder leben. Do's: Seien Sie aufmerksam und wachsam, besonders in der Dunkelheit. Halten Sie Ihre Wertsachen sicher und außerhalb der Reichweite von Taschendieben. Verlassen Sie die Gegend, wenn Sie sich unwohl fühlen oder wenn die Stimmung aggressiv wird. Wenn Sie aus kulturellen oder historischen Gründen diese Viertel tagsüber erkunden möchten, tun Sie dies am besten zu zweit oder in einer kleinen Gruppe. Es ist immer eine gute Idee, einen lokalen Begleiter oder eine organisierte Tour zu nutzen, um die historischen Aspekte zu beleuchten.
Don'ts: Machen Sie unter keinen Umständen Fotos von Personen, die in diesen Vierteln arbeiten oder sich dort aufhalten, ohne deren ausdrückliche Erlaubnis. Dies wird als äußerst respektlos empfunden und kann zu unangenehmen Konfrontationen führen. Vermeiden Sie lautes oder aufdringliches Verhalten, das unnötige Aufmerksamkeit erregen könnte. Fotografieren Sie auch keine Gebäude oder Eingänge, wenn nicht klar ist, ob dies erwünscht ist. Kaufen Sie keine Drogen oder beteiligen Sie sich an illegalen Aktivitäten, da dies Sie in ernsthafte Schwierigkeiten mit dem Gesetz bringen kann und Ihre Sicherheit massiv gefährdet. Seien Sie auch skeptisch gegenüber zu günstigen Angeboten, insbesondere für Getränke oder Dienstleistungen, da dies eine Falle sein könnte.
Das Mitführen von großen Mengen Bargeld oder das öffentliche Zeigen wertvoller Besitztümer wie teurer Uhren oder Schmuck sollten ebenfalls vermieden werden. Ein offenes und neugieriges, aber respektvolles Verhalten ist der Schlüssel zu einer unproblematischen Erfahrung. Denken Sie daran, dass Sie in einer fremden Kultur zu Gast sind und die lokalen Gegebenheiten respektieren müssen, auch wenn sie von Ihren eigenen Normen abweichen. Bewahren Sie stets eine gesunde Distanz zu den Aktivitäten und Personen, die Ihnen in diesen Zonen begegnen.
Empfehlenswerte unabhängige Restaurants & Bars in der Nähe
Auch wenn die Vergnügungsviertel Salvadors ihre eigene Atmosphäre haben, gibt es in unmittelbarer Nähe und den angrenzenden Stadtteilen zahlreiche exzellente Restaurants, Bars und Cafés, die sich hervorragend für ein kulinarisches Erlebnis eignen und nichts mit dem Rotlichtmilieu zu tun haben. Im historischen Pelourinho, der nur wenige Gehminuten von einigen der oben genannten Zonen entfernt liegt, finden sich viele authentische Optionen. Das Restaurant „Cantina da Lua“ ist eine Institution für lokale Küche, während das „Cuco Bistrô“ eine raffiniertere Interpretation der bahianischen Gastronomie bietet.
Für einen Drink am Abend oder tagsüber einen Kaffee lohnt sich der Besuch im „Atelier Caramelo Cafeteria & Livraria“, einem charmanten Café und Buchladen mit entspannter Atmosphäre. Wer das afro-brasilianische Erbe der Stadt tiefer erkunden möchte, findet in der Nähe des Terreiro de Jesus im Pelourinho kleine Bars, die Rhythmen wie Samba und Forró spielen und wo man wunderbar das lokale Flair und die Musik genießen kann. Diese Lokale sind sicher und bieten eine tolle Gelegenheit, mit Einheimischen in Kontakt zu treten.
Weiter östlich, im Viertel Santo Antônio Além do Carmo, welches für seine malerischen Gassen und atemberaubenden Blicke auf die Bucht bekannt ist, gibt es viele kleine, gemütliche Restaurants und Künstlerateliers. „Poró Restaurant e Bar“ bietet hier eine moderne bahianische Küche in einem schönen Ambiente. Diese Gegenden sind tagsüber wie abends sehr belebt und bieten eine sichere und genussvolle Alternative zu den Vergnügungsvierteln. Sie sind ideal, um den Abend bei gutem Essen und authentischer Musik ausklingen zu lassen, bevor man sich in sicherere Bereiche zurückzieht oder ein Taxi zum Hotel nimmt.
Cantina da Lua
★ 4.3📍 Largo Terreiro de Jesus, Pelourinho, Salvador· €€Ein traditionelles Restaurant im Herzen des Pelourinho, bekannt für seine authentische bahianische Küche und lebendige Atmosphäre.
Cuco Bistrô
★ 4.5📍 Largo do Cruzeiro de São Francisco, Pelourinho, Salvador· €€€Bietet eine gehobene Interpretation der lokalen Küche in einem eleganten Ambiente, oft mit Live-Musik am Abend.
Atelier Caramelo Cafeteria & Livraria
★ 4.7📍 Rua das Laranjeiras, Pelourinho, Salvador· €Ein charmantes Café und Buchladen, ideal für eine Kaffeepause und um in lokalen Büchern zu stöbern.
Poró Restaurant e Bar
★ 4.4📍 Rua do Carmo, Santo Antônio Além do Carmo, Salvador· €€€Modernes Restaurant mit Panoramablick über die Bucht, spezialisiert auf zeitgenössische bahianische Gerichte.
Empfohlene kulturelle Touren & Museen zur Geschichte Salvadors
Um die Geschichte und Kultur Salvadors wirklich zu verstehen, ohne die problematischeren Aspekte der Stadt zu suchen, gibt es zahlreiche exzellente Touren und Museen, die sich auf die facettenreiche Vergangenheit konzentrieren. Eine geführte Tour durch den Pelourinho ist unerlässlich, um die architektonische Schönheit und die afro-brasilianische Kultur der UNESCO-Weltkulturerbestätte zu erfassen. Viele lokale Guides bieten Thementouren an, die sich auf die Sklaverei, die Religion (Candomblé) oder die Musikgeschichte konzentrieren.
Das 'Museu Afro-Brasileiro (MAFRO)' in der Largo do Terreiro de Jesus ist ein Muss, um die tiefen Wurzeln der afrikanischen Kultur in Bahia zu verstehen. Es zeigtArtefakte, Kunstwerke und Dokumente, die die Geschichte und den Einfluss der afrikanischen Diaspora in Brasilien beleuchten. Das 'Museu da Misericórdia' bietet einen Einblick in die Kolonialzeit und die soziale Arbeit der Bruderschaft Santa Casa da Misericórdia.
Für diejenigen, die sich für Kunst und Erotik in einem breiteren Kontext interessieren, ohne direkte Verbindung zu den Rotlichtvierteln, könnte die 'Casa do Benin' eine kulturelle Erfahrung bieten. Obwohl es kein explizites 'Museum der Erotik' im westlichen Sinne gibt, zeigen viele Galerien und Kunsthandwerksläden im Pelourinho historische oder moderne Kunstwerke, die sich mit dem menschlichen Körper oder der Sinnlichkeit im Kontext der afro-brasilianischen Kultur auseinandersetzen. Auch Walking-Touren, die die 'Geheimnisse und Legenden' der Unterstadt erkunden, können einen Einblick in die soziale Geschichte geben, der auch die Vergnügungsviertel tangiert, jedoch aus einer eher akademischen Perspektive.
Museu Afro-Brasileiro (MAFRO)
★ 4.6📍 Largo do Terreiro de Jesus, Pelourinho, Salvador· €Wichtiges Museum zur Geschichte und dem kulturellen Beitrag der afrikanischen Bevölkerung in Brasilien. Sehr lehrreich.
Museu da Misericórdia
★ 4.5📍 Rua da Misericórdia, s/n, Centro, Salvador· €Ein historisches Museum, das die Geschichte der Barmherzigkeit und der alten sozialen Dienste in Salvador präsentiert.
Casa do Benin
★ 4.3📍 Rua Padre Agostinho Gomes, Pelourinho, Salvador· €Kulturzentrum, das die Geschichte und den Einfluss Benins in Brasilien beleuchtet, oft mit interessanten Ausstellungen zur afro-brasilianischen Kunst.