Geheimtipps Sardinien: Insider-Orte abseits der Touristen 2026

Von · Gründer & Travel-Buddy-Experte

Sardinien – für viele steht die Mittelmeerinsel für azurblaues Meer, weiße Sandstrände und Jetset-Ambiente. Doch abseits der bekannten Postkartenmotive und überfüllten Küstenorte verbirgt sich ein Sardinien, das wilder, authentischer und von einer tiefen, alten Seele geprägt ist. Ein Sardinien, das nur darauf wartet, von neugierigen Seelen entdeckt zu werden, die bereit sind, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und einzutauchen in eine Welt voller Überraschungen.

In diesem "Locals Only"-Guide lüften wir die Geheimnisse der Insel. Wir führen Sie zu Orten, die oft nur Einheimischen bekannt sind, zu geschichtsträchtigen Dörfern in den Bergen, zu versteckten Buchten, die man nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht, und zu kulinarischen Erlebnissen, die den wahren Geschmack Sardiniens offenbaren. Vergessen Sie die typischen Touristenfallen und bereiten Sie sich darauf vor, Sardinien aus einer völlig neuen Perspektive kennenzulernen. Hier geht es nicht um die Top-10-Sehenswürdigkeiten, sondern um die magischen Momente, die man findet, wenn man sich auf das Unbekannte einlässt.

Egal, ob Sie alleine reisen und auf "urlaubspartner.net" einen Travel Buddy suchen, der Ihre Entdeckungslust teilt, oder ob Sie mit Freunden unterwegs sind – diese Geheimtipps werden Ihre Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer machen. Tauchen Sie ein in eine Welt, in der die Zeit anders zu ticken scheint und die Gastfreundschaft so warm ist wie die sardische Sonne. Es ist höchste Zeit, das wahre Sardinien zu entdecken.

+ Zur Liste der besten Geheimtipps in Sardinien

Versteckte Buchten und geheime Strände

Sardinien ist berühmt für seine Strände, aber die wirklich besonderen findet man abseits der großen Parkplätze und Hotelanlagen. Eine dieser Perlen ist Cala Goloritzé an der Ostküste. Sie ist nur zu Fuß über einen anspruchsvollen Wanderweg oder per Boot erreichbar – und genau das macht sie so exklusiv. Die Anstrengung wird belohnt mit einem Anblick, der die Mühe sofort vergessen lässt: türkisfarbenes Wasser, umgeben von dramatischen Felsen und einem markanten Felsnadel, dem Aguglia, der majestätisch aus dem Meer ragt. Es ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und ein Ort von atemberaubender Schönheit, an dem man sich fühlt, als hätte man das Paradies für sich allein.

Ein weiteres Juwel ist Cala Coticcio auf La Maddalena, oft als "Tahiti von Sardinien" bezeichnet. Um dorthin zu gelangen, empfiehlt sich ein Boot oder eine Wanderung durch unwegsames Gelände. Der kleine Strand ist von rosafarbenem Granit umgeben und das Wasser schimmert in unwirklichen Blautönen. Hier gibt es keine Strandbars oder Liegestuhlvermieter, nur pure, unverfälschte Natur. Manchmal findet man hier Schnorchler, die die reiche Unterwasserwelt erkunden, aber niemals die Touristenmassen anderer Strände. Der frühe Morgen ist die beste Zeit für einen Besuch, um die Stille und die Farben des Wassers in ihrer vollen Pracht zu erleben, bevor die wenigen Boote und Wanderer eintreffen. Diese Orte erfordern etwas Aufwand, belohnen aber mit unvergesslichen Eindrücken abseits der Masse.

  • Cala Goloritzé

    📍 Baunei, Provinz Nuoro

    Erreichbar nur über eine anspruchsvolle Wanderung (ca. 1,5 Stunden eine Strecke) oder per Bootsexkursion. Lohnt sich für die einzigartige Felsformation und das kristallklare Wasser.

  • Cala Coticcio

    📍 Insel Caprera, La Maddalena-Archipel

    Wird oft als "Tahiti von Sardinien" bezeichnet. Am besten mit dem Boot zu erreichen, alternativ eine Wanderung von der Straße aus. Ideal zum Schnorcheln in unberührter Natur.

Geheimnisvolle Nuraghen und archaische Rituale

Sardinien ist übersät mit den Überresten einer prähistorischen Zivilisation: den Nuraghen. Abseits der bekannten Stätten wie Su Nuraxi gibt es unzählige kleinere, weniger frequentierte Nuraghen, die noch immer eine geheimnisvolle Aura umweht. Eine faszinierende Entdeckung ist der Nuraghe Arrubiu in Orroli, einer der größten und komplexesten Nuraghenkomplexe der Insel. Er ist weniger überlaufen als Su Nuraxi und bietet eine beeindruckende Größe, die einen tiefen Einblick in die Ingenieurskunst der Nuraghen-Zivilisation ermöglicht. Man kann stundenlang durch die Ruinen streifen und die Stille genießen, die von der Präsenz jahrtausendealter Geschichte erfüllt ist.

Darüber hinaus gibt es auf Sardinien unzählige "Tombe dei Giganti" (Gräber der Riesen), die oft versteckt in der Landschaft liegen und ein Gefühl der Ehrfurcht und des Wunders hervorrufen. Die Tomba dei Giganti di Coddu Vecchiu in Arzachena ist zwar bekannter, aber auch hier halten sich die Besuchermassen in Grenzen, besonders außerhalb der Hochsaison. Diese Bauwerke waren kollektive Begräbnisstätten und strahlen eine bemerkenswerte Energie aus. Ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder späten Nachmittagsstunden, wenn das Licht weich ist, ist besonders magisch. Es ist ein Eintauchen in die sardische Seele, die tief mit ihren uralten Wurzeln verbunden ist und eine spirituelle Erfahrung, die man nicht auf jedem Reiseführer findet.

  • Nuraghe Arrubiu

    📍 Orroli, Provinz Südsardinien

    Der größte und komplexeste Nuraghen-Komplex Sardiniens, weniger touristisch als Su Nuraxi. Beeindruckende Größe und guter Erhaltungszustand.

  • Tomba dei Giganti di Coddu Vecchiu

    📍 Arzachena, Provinz Sassari

    Eine gut erhaltene und zugängliche "Grabstätte der Giganten", die Einblicke in prähistorische Bestattungsrituale gibt. Umgeben von typisch sardischer Landschaft.

Authentische Bergdörfer und ländliche Geheimnisse

Abseits der Küste pulsiert ein anderes Sardinien, eines, das in alten Bergdörfern und einer raueren, aber wunderschönen Landschaft verwurzelt ist. Barbagia, im Herzen der Insel, ist die Region der Hirten und alter Traditionen. Hier finden sich Dörfer wie Orgosolo, bekannt für seine beeindruckenden Wandmalereien (Murales), die politische und soziale Kommentare zur Geschichte Sardiniens und der Welt darstellen. Es ist eine offene Kunstgalerie, die Geschichten erzählt und zum Nachdenken anregt. Hier spürt man noch den rauen Geist der sardischen Bevölkerung und die tiefe Verbundenheit mit dem Land. Obwohl Orgosolo mittlerweile etwas bekannter ist, ist es immer noch weit entfernt von den Touristenhorden.

Weniger bekannt, aber ebenso charmant ist Oliena am Fuße des Monte Corrasi. Das Dorf ist berühmt für seine Weinproduktion, insbesondere den Cannonau-Wein. Hier kann man kleine Familienweingüter besuchen, die ihre Türen für Verkostungen öffnen und die Geschichte ihrer Winzertradition erzählen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, in die lokale Kultur einzutauchen und authentische sardische Spezialitäten zu probieren. Die engen Gassen, die alten Steinhäuser und die herzlichen Begegnungen mit den Einheimischen machen diese Dörfer zu echten "Hidden Gems". Ein "Travel Buddy" von urlaubspartner.net, der ebenfalls an Kultur und gutem Wein interessiert ist, wäre hierfür der ideale Begleiter.

  • Orgosolo Murales

    📍 Orgosolo, Provinz Nuoro

    Das gesamte Dorf ist eine Freiluftgalerie mit Wandmalereien, die politische und soziale Themen behandeln. Einzigartiger Einblick in die sardische Mentalität.

  • Cantina Sociale di Oliena

    📍 Via Nuoro, 19, Oliena· €€

    Bekannte Kooperative, die Cannonau-Wein produziert. Bietet oft Führungen und Verkostungen an – eine großartige Möglichkeit, die lokale Weinkultur kennenzulernen.

Kulinarische Entdeckungen abseits der Pizzerien

Die sardische Küche ist eine Welt für sich – herzhaft, bodenständig und geprägt von den Produkten des Landes und des Meeres. Doch wahre Geschmackserlebnisse findet man nicht in den Touristenzentren. Für ein authentisches kulinarisches Erlebnis sollte man sich in die Agrotourismi wagen, die auf dem Land verteilt sind. Einer, der oft von Einheimischen empfohlen wird, ist "Agriturismo Sa Oche" in Dorgali. Hier gibt es kein festes Menü, sondern das, was die Saison und der Hof hergeben. Ein Fest aus traditionellen Antipasti, hausgemachter Pasta, geröstetem Spanferkel (Porceddu) und lokalen Süßspeisen, begleitet von sardischem Wein. Es ist mehr als nur Essen – es ist eine Feier der sardischen Gastfreundschaft und Kultur.

In Cagliari, der Hauptstadt, abseits der Touristenpfade, lohnt sich ein Besuch des Mercato Civico San Benedetto. Es ist der größte überdachte Markt Italiens und ein Paradies für Feinschmecker. Hier kaufen die Einheimischen ein, von frischem Fisch über sardischen Käse, Wurstwaren bis hin zu Obst und Gemüse. Man kann sich hier stundenlang verlieren, probieren und die lebhafte Atmosphäre aufsaugen. Besonders die Fischabteilung ist beeindruckend und bietet einen Einblick in die Vielfalt der lokalen Meeresfrüchte. Hier findet man auch kleine Imbissstände, die typische sardische Snacks anbieten. Und wer Süßes liebt, sollte die kleinen Bäckereien jenseits der Hauptstraßen suchen, die "seadas" (frittierte Teigtaschen mit Käse und Honig) nach alten Familienrezepten zubereiten.

  • Agriturismo Sa Oche

    📍 Località Sa Oche, Dorgali· €€€

    Authentisches sardisches Essen nach alten Rezepten in rustikaler Umgebung. Das Menü hängt von der Saison ab, Reservierung ist oft erforderlich.

  • Mercato Civico San Benedetto

    📍 Via Francesco Cocco Ortu, Cagliari

    Der größte überdachte Markt Italiens. Ideal, um frische lokale Produkte zu entdecken und die lebhafte Atmosphäre des sardischen Alltags zu erleben. Früh morgens besuchen!

  • Pasticceria Mariuccia

    📍 Corso Vittorio Emanuele II, 99, Cagliari

    Eine kleine, traditionelle Pasticceria, bekannt für ihre Seadas und andere sardische Süßspeisen. Hier schmeckt man die echten sardischen Aromen.

Versteckte Kunst und alternative Kulturräume

Sardinien mag vielleicht nicht die erste Adresse für moderne Kunst sein, aber auch hier gibt es spannende, oft übersehene Galerien und Kulturräume, die das kreative Herz der Insel schlagen lassen. Im Herzen von Cagliari, abseits der belebten Einkaufsstraßen, findet man kleine, unabhängige Galerien, die lokale Künstler fördern. Ein Beispiel ist die "Galleria Comunale d'Arte", die oft weniger frequentiert ist als andere Museen, aber eine beachtliche Sammlung sardischer Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts beherbergt und regelmäßig zeitgenössische Ausstellungen zeigt. Es ist ein ruhiger Ort, um Kunst in sich aufzunehmen und die Seele der sardischen Kreativität zu spüren.

Auch in den kleineren Städten und Gemeinden gibt es immer wieder Pop-up-Ausstellungen oder Kunsthandwerkerateliers, die einen Besuch wert sind. In Oristano lohnt es sich, durch die Altstadt zu schlendern und die kleinen, oft unscheinbaren Werkstätten zu entdecken, in denen traditionelles sardisches Handwerk wie Keramik oder Teppichweberei noch gepflegt wird. Diese Orte sind oft nicht in Touristenführern zu finden und erfordern etwas Entdeckergeist. Manchmal gibt es hier auch kleine Konzerte oder Lesungen abseits des Mainstreams, die einen authentischen Einblick in die sardische Kulturszene ermöglichen. Es sind diese kleinen, persönlichen Begegnungen, die das wahre kulturelle Sardinien ausmachen und eine tiefere Verbindung zur Insel ermöglichen.

  • Galleria Comunale d'Arte

    📍 Largo Carlo Felice, Cagliari

    Zeigt eine beeindruckende Sammlung sardischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler. Ein ruhiger Ort für Kunstliebhaber.

  • Artest

    📍 Via Dettori, 23, Cagliari

    Eine kleine, unabhängige Galerie, die oft junge sardische Künstler und experimentelle Kunstformen präsentiert. Gut für zeitgenössische Kunst abseits des Mainstreams.

Unerwartete Naturparadiese und Wanderwege

Während die Küsten Sardiniens oft im Mittelpunkt stehen, hält das Inselinnere unberührte Naturparadiese und fantastische Wanderwege bereit, die nur wenige Touristen erkunden. Der Parco Regionale del Monte Arci, in der Mitte der Insel gelegen, ist ein solches Gebiet. Er ist bekannt für seine Obsidianvorkommen, die bereits in der Prähistorie abgebaut wurden, und bietet abwechslungsreiche Landschaften mit Korkeichenwäldern, mediterraner Macchia und bizarren Felsformationen. Hier kann man stundenlang wandern, ohne einer Menschenseele zu begegnen, und die absolute Stille und Reinheit der Natur genießen. Es ist ein perfekter Ort, um wieder in Verbindung mit sich selbst und der Umwelt zu treten.

Ein weiteres, oft übersehenes Gebiet ist der Wald Foresta Burgos im Norden, in der Nähe von Burgos. Dieser Wald beheimatet die letzten Wildpferde Sardiniens, die hier in Halbfreiheit leben. Auch wenn die Sichtung nicht garantiert ist, so ist die Wanderung durch den dichten Wald, vorbei an alten Bäumen und kleinen Flüssen, ein Erlebnis für sich. Hier kann man dem Alltagsstress entfliehen und die sardische Flora und Fauna in ihrer wildesten Form erleben. Es gibt gut markierte Wege, die zu Aussichtspunkten führen und atemberaubende Panoramen über die umliegende Landschaft bieten. Für Naturliebhaber, die Ruhe und Abenteuer suchen, sind dies unschätzbare Orte, die eine ganz andere Seite Sardiniens zeigen als die bekannten Strände.

  • Parco Geominerario Storico Ambientale della Sardegna - Monti Arci

    📍 Morgongiori, Provinz Oristano

    Ein historischer Bergbaupark, bekannt für seine Obsidianvorkommen. Bietet hervorragende Wanderwege durch Korkeichenwälder und eine einzigartige Vulkanlandschaft.

  • Foresta Burgos

    📍 Burgos, Provinz Sassari

    Ein großer Wald im Norden Sardiniens, bekannt für seine Wildpferde. Ideal für Wanderungen in unberührter Natur und zur Beobachtung von Wildtieren. Ein wahrer Ort der Ruhe.

Versteckte Nightlife-Spots und lokale Treffpunkte

Sardinien hat mehr zu bieten als die glamourösen Clubs der Costa Smeralda. Für ein authentisches Nightlife-Erlebnis, bei dem man auf Einheimische trifft, muss man die Augen offen halten und die Touristengebiete meiden. In Cagliari, weit weg von den überfüllten Bars am Yachthafen, gibt es charmante kleine Aperitivo-Bars in den engen Gassen des Viertels Castello oder Stampace. "Libarium Noz" im Viertel Castello bietet nicht nur eine hervorragende Auswahl an Cocktails und lokale Weine, sondern auch einen atemberaubenden Blick über die Stadt und den Hafen – ein echter Geheimtipp für einen Sundowner. Die Atmosphäre ist entspannt und chic, aber nicht abgehoben, und man findet hier oft Einheimische, die den Abend genießen.

In den kleineren Küstenorten, besonders außerhalb der Hauptsaison, kann man oft spontane Feste oder Sagra (Dorffeste) erleben, die das wahre Herz der sardischen Gemeinschaft zeigen. Hier trifft man sich auf den Plätzen, trinkt lokalen Wein, isst Spezialitäten und lauscht Live-Musik. Auch kleine, unscheinbare "Circoli" (Vereinsheime) in den Dörfern können spannende Begegnungen bieten, auch wenn man hier meist nur mit Italienischkenntnissen weiterkommt. Eine solche Erfahrung ist unbezahlbar und eine tolle Möglichkeit, mit einem Travel Buddy von urlaubspartner.net echte sardische Lebensart zu teilen. Es sind die Orte, an denen man das Gefühl hat, Teil der lokalen Gemeinschaft zu sein und wo die Nacht einfach noch echt ist.

  • Libarium Noz

    4.2
    📍 Vico II S. Carlo, 11, Cagliari· €€

    Eine Bar in der Altstadt von Cagliari mit fantastischem Blick über die Stadt und den Hafen. Ideal für Aperitivo und Cocktails in entspannter Atmosphäre.

  • Caffè Genovese

    4.1
    📍 Via Sardegna, 5, Cagliari·

    Ein traditionelles Café, das am Abend zu einem beliebten Treffpunkt für Einheimische wird. Perfekt für einen Kaffee am Tag oder einen Aperitivo am Abend mit Blick auf das Treiben.

Unerforschte Küstenorte und Fischerdörfer

Während die Costa Smeralda von Touristen überlaufen ist, gibt es entlang der sardischen Küste noch viele unberührte und charmante Fischerdörfer, die ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Eines dieser Dörfer ist Bosa an der Westküste, mit seinen bunten Häusern, die sich an einen Hügel schmiegen und von der Burg Malaspina überragt werden. Hier fließt der Fluss Temo, Sardiniens einziger schiffbarer Fluss, durch die Stadt und mündet ins Meer. Bosa ist bekannt für seine Handwerkskunst, insbesondere die Korbflechterei und die filigranen Goldarbeiten. Man kann stundenlang durch die engen Gassen schlendern, kleine Geschäfte entdecken und den lokalen Fischern bei ihrer Arbeit zusehen. Entgegen vieler Küstenorte hat Bosa seinen authentischen Charme bewahrt.

Ein weiterer Geheimtipp ist Masua und der Pan di Zucchero, ein imposanter Kalkfelsen, der aus dem Meer ragt. Die Gegend war einst ein wichtiges Bergbaugebiet und die verlassenen Minen, wie die Porto Flavia, sind heute faszinierende Zeugnisse einer vergangenen Ära. Porto Flavia ist ein in den Fels gehauener Hafen, von dem aus Erze direkt auf Schiffe verladen wurden – eine ingenieurtechnische Meisterleistung. Von Masua aus kann man Bootsausflüge unternehmen oder einfach die atemberaubende Küstenlandschaft mit ihren bizarren Felsformationen und dem türkisfarbenen Wasser genießen. Diese Orte bieten eine Mischung aus Geschichte, Natur und authentischem sardischen Leben, fernab der üblichen Touristenorte.

  • Bosa Vecchia

    📍 Bosa, Provinz Oristano

    Historischer Stadtteil von Bosa mit bunten Häusern und engen Gassen am Fluss Temo. Ideal zum Schlendern, Einkaufen von Handwerk und Entdecken lokaler Fischrestaurants.

  • Porto Flavia

    📍 Località Masua, Iglesias, Provinz Südsardinien

    Ein beeindruckender, in den Fels gehauener Berghafen mit spektakulärer Aussicht auf den Pan di Zucchero. Zeugnis der sardischen Bergbaugeschichte.

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Häufige Fragen

Was sind die besten weniger bekannten Orte auf Sardinien, um die echte Kultur zu erleben?
Um die echte sardische Kultur abseits der Touristenpfade zu erleben, besuchen Sie Orgosolo mit seinen politischen Wandmalereien oder das Weinanbaugebiet Oliena für authentische Weindegustationen. Der Agriturismo Sa Oche in Dorgali bietet ein unverfälschtes kulinarisches Erlebnis, und der Mercato Civico San Benedetto in Cagliari gewährt Einblicke in den lokalen Alltag und die Esskultur. Diese Orte ermöglichen tiefe Einblicke.
Welches ist die beste Reisezeit für Sardinien, um die Hidden Gems zu erkunden?
Die beste Reisezeit ist die Vor- und Nachsaison (Mai/Juni und September/Oktober). Das Wetter ist angenehm warm, die Strände sind weniger überfüllt, die Preise sind moderater und die Natur ist besonders schön. Im August sind viele Italiener im Urlaub, was zu höheren Preisen und mehr Menschenmassen führt.
Wie bewegt man sich am besten auf Sardinien, um abgelegene Orte zu erreichen?
Für die Erkundung der wirklich abgelegenen "Hidden Gems" ist ein Mietwagen unerlässlich. Öffentliche Verkehrsmittel sind auf Sardinien außerhalb der größeren Städte sehr begrenzt und unzuverlässig. Mit dem Auto sind Sie flexibel und können auch unbefestigte Wege zu versteckten Buchten und Nuraghen nehmen.
Gibt es auf Sardinien geführte Touren zu diesen Geheimtipps?
Für einige der bekannteren Geheimtipps, wie den Nuraghe Arrubiu oder Porto Flavia, gibt es lokale Führungen. Für die wirklich abgelegenen Strände oder kleinen Agriturismi ist es jedoch oft besser, auf Empfehlungen von Einheimischen zu hören oder mit einem "Travel Buddy" auf eigene Faust zu erkunden, der sich vielleicht schon auskennt.
Wie finde ich authentische Restaurants und Agriturismi, die nicht touristisch sind?
Fragen Sie Einheimische nach Empfehlungen – das ist der beste Weg. Achten Sie auf Restaurants, die abseits der Hauptstraßen liegen und deren Speisekarten nur auf Italienisch sind. Agriturismi sind oft durch Schilder am Straßenrand gekennzeichnet, aber eine Reservierung ist fast immer erforderlich.
Welche kulinarischen Spezialitäten sollte man abseits der Pizza unbedingt probieren?
Unbedingt probieren sollten Sie Porceddu (Spanferkel), Culurgiones (gefüllte Pasta), Malloreddus (sardische Gnocchetti), Pecorino Sardo (Schafskäse) und natürlich Seadas (frittierte Teigtaschen mit Käse und Honig). Dazu passt ein kräftiger Cannonau-Rotwein oder ein frischer Vermentino Weißwein.
Sind die Wanderwege zu versteckten Buchten gut markiert?
Die Markierungen variieren stark. Während Wege zu Cala Goloritzé oder in den Nationalparks oft recht gut sind, können Pfade zu wirklich abgelegenen Buchten unzureichend markiert oder sogar nur schwer zu finden sein. Eine gute Wanderkarte, GPS-Gerät und feste Schuhe sind ratsam, teils auch Trittsicherheit erforderlich.
Gibt es auf Sardinien Möglichkeiten für Wassersport abseits der touristischen Zentren?
Ja, viele. Abseits der großen Wassersportzentren findet man an kleineren Stränden oder in unentdeckten Buchten ruhige Spots zum Schnorcheln, Kajakfahren oder SUP. Lokale Fischerdörfer bieten oft die Möglichkeit, private Bootstouren zu abgelegenen Buchten zu organisieren, ideal für ungestörte Wassersportaktivitäten.
Wie kann ich die sardische Sprache und Kultur besser kennenlernen?
Sardisch ist eine eigene Sprache, obwohl Italienisch weit verbreitet ist. Versuchen Sie, ein paar Wörter Sardisch zu lernen. Gehen Sie auf lokale Feste (Sagre), besuchen Sie kleine Agriturismi und sprechen Sie mit den Einheimischen. Ihre Herzlichkeit wird Ihnen viele Türen öffnen, um die Kultur kennenzulernen.
Welche einzigartigen Souvenirs kann man abseits der üblichen Touristenartikel finden?
Suchen Sie nach handgefertigten Keramiken aus Oristano, filigranem sardischen Goldschmuck, traditionellen handgewebten Teppichen, sardischem Korkhandwerk oder authentischem Mirto-Likör und bestem Pecorino-Käse direkt vom Erzeuger. Diese Souvenirs spiegeln die Handwerkskunst und den Geschmack der Insel wider.